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die Schrift im Zusammenhang entdecken

PARASHA / BIBEL PORTION

Woche für Woche.
Gemeinsam die Schrift im Zusammenhang entdecken

Ein Abschnitt nach dem anderen - mit Zeit zum Lesen, Fragen und Entdecken. Wir laden dich herzlich ein, den Weg durch die Torah mit unserer Gemeinschaft zu gehen.

Zum Jahreszyklus ↓Zu den Festtagslesungen ↓

DER GEMEINSAME LESEWEG

Was hinter der
Parasha steckt

Du brauchst kein Vorwissen. Bringe deine Bibel, deine Fragen und die Bereitschaft mit, gemeinsam zu lernen.

Was ist eine Parasha?

Eine Parasha ist ein Abschnitt aus der Torah, den fünf Büchern Mose, der im gemeinsamen Leseplan einer bestimmten Woche zugeordnet ist. Das hebräische Wort bedeutet „Abschnitt“; die Mehrzahl lautet Parashiot.

Die Wochenportion führt uns durch einen zusammenhängenden Teil der Schrift. Bei unserer gemeinsamen Lesung ergänzen wir sie durch passende Stellen aus den Propheten, den Psalmen oder Sprüchen und dem Neuen Testament. So entdecken wir, wie die biblischen Texte miteinander verbunden sind und sich gegenseitig erhellen.

Wieso ausgerechnet 54 Abschnitte?

Die fünf Bücher Mose, die Torah, sind im überlieferten jährlichen Leseplan in 54 Abschnitte eingeteilt. Diese Abschnitte heißen Parashiot, in der Einzahl Parasha. Sie führen uns Schritt für Schritt durch die gesamte Torah. Je nach Jahresverlauf werden einzelne Abschnitte miteinander verbunden, damit die Lesung innerhalb eines jährlichen Zyklus abgeschlossen werden kann. Die Zahl 54 gehört zu dieser überlieferten Einteilung; sie ist kein ausdrücklich vorgeschriebenes biblisches Gebot. (Zur Einteilung der Torah)

Wir lesen die Torah gemeinsam, weil sie die Grundlage für das Verständnis der weiteren Schrift legt. Hier begegnen uns die Schöpfung, die Geschichte der Glaubensväter Abraham, Isaak und Jakob, Gottes Befreiung Israels und seine Bundesschlüsse. Hier finden wir seine Gebote, Weisungen und Rechtsbestimmungen. Diese Grundlagen helfen uns, die Propheten, die Worte Jesu und die Schriften der Apostel im Zusammenhang zu verstehen.

Der gemeinsame Leseplan unterstützt uns dabei, auch solche Texte kennenzulernen, die wir bei einer freien Auswahl vielleicht übergehen würden. Wir möchten Gottes Wort in seiner ganzen Breite hören, Fragen miteinander besprechen und gemeinsam im Verständnis wachsen.

Woher kommt diese Einteilung?

Der jährliche Parasha-Leseplan wird seit vielen Generationen im jüdischen Leben weitergegeben. Seine Einteilung und die Verbindung bestimmter Abschnitte ermöglichen es, die fünf Bücher Mose im Verlauf eines Lesejahres vollständig zu lesen und dabei die Festzeiten zu berücksichtigen. Dieser überlieferte Rhythmus gibt der gemeinsamen Schriftlesung eine verlässliche Ordnung. (Zum jährlichen Lesezyklus)

Die regelmäßige Lesung der Torah und der Propheten ist bereits im Neuen Testament bezeugt. Apostelgeschichte 13 berichtet von einer Schabbatversammlung, in der zuerst aus dem Gesetz und den Propheten gelesen wurde. Anschließend erhielten Paulus und Barnabas Gelegenheit, zur Versammlung zu sprechen. Jakobus erklärt außerdem, dass Mose an jedem Schabbat in den Synagogen vorgelesen wird. (Apostelgeschichte 13:14-15; Apostelgeschichte 15:21)

Diese Stellen zeigen, dass gemeinsame Schriftlesung und anschließende Unterweisung schon damals zum Leben der Versammlungen gehörten. Die genaue heutige Einteilung in 54 Abschnitte wird dort jedoch nicht genannt. Wir greifen diesen bewährten Leseplan auf, um die Schrift gemeinsam und fortlaufend kennenzulernen.

Wieso lesen wir heute noch nach diesem Rhythmus?

Gottes Wort soll unser Leben begleiten und in unserer Erinnerung bleiben. Psalm 1 beschreibt den Menschen, der Freude an Gottes Weisung hat und „über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht“. Über die Weitergabe seiner Worte gebietet Gott: „du sollst sie deinen Kindern einschärfen“. Seine Weisungen sollen im Alltag besprochen und auf dem Herzen getragen werden. (Psalm 1:2; 5.Mose 6:6-9)

Die jährlich wiederkehrende Lesung hilft uns, diese Worte zu bewahren und ihre Bedeutung immer tiefer zu verstehen. Auch einen bekannten Abschnitt hören wir mit neuen Fragen und Erfahrungen. Im gemeinsamen Lesen, Nachdenken und Beten können wir Zusammenhänge entdecken, die uns zuvor noch nicht aufgefallen sind. Wir bitten Gott, uns dabei Verständnis zu schenken und unser Leben durch sein Wort zu prägen.

In der Torah lernen wir Gottes Gebote und Rechtsbestimmungen kennen und begegnen den Glaubensvätern mit ihrem Vertrauen, ihren Entscheidungen und ihren Fehlern. Ihre Geschichte lehrt uns viel über Gottes Treue und unseren eigenen Weg mit ihm. Deshalb möchten wir die Texte nicht nur kennen, sondern ihre Weisungen im Alltag beherzigen und auch unseren Kindern weitergeben.

Lesen wir nur die Torah oder auch das Neue Testament?

Wir lesen die ganze Schrift im Zusammenhang. Zu jeder Parasha gehören bei uns ein Abschnitt aus der Torah, eine ergänzende Prophetenlesung, die Haftara, und passende Lesungen aus den Psalmen oder Sprüchen. Selbstverständlich beziehen wir auch die Brit Chadasha, das Neue Testament, mit ein.

Wir glauben, dass die gesamte Heilige Schrift durch Gottes Geist gegeben ist. Paulus beschreibt sie als von Gott eingegeben und hilfreich zur Lehre, zur Korrektur und zur Erziehung in der Gerechtigkeit. Deshalb möchten wir jeden Teil seines Wortes mit Aufmerksamkeit und Ehrfurcht lesen. (2.Timotheus 3:16-17)

Die ergänzenden Lesungen helfen uns, Verheißungen, Prophetien und Hinweise auf Jesus, den Messias, zu erkennen. Jesus selbst erklärte seinen Jüngern aus Mose und den Propheten, was die Schrift über ihn sagt; er verwies dabei auch auf die Psalmen. (Lukas 24:27,44-45)

Für uns bilden die Schriften des Alten und des Neuen Testaments ein zusammengehöriges Zeugnis von Gottes Handeln. Wir verstehen sie als aufeinander aufbauende Teile seines Wortes. So lernen wir, die Worte Jesu und der Apostel vor ihrem biblischen Hintergrund zu verstehen und die Verheißungen Gottes im Licht des Messias zu betrachten.

Wie passen die 54 Abschnitte in ein Jahr?

Die 54 Abschnitte werden nicht in jedem Jahr an 54 einzelnen Schabbaten gelesen. Je nach Länge des Lesejahres und Lage der Festtage werden bestimmte Parashiot zu einer gemeinsamen Wochenlesung verbunden. An Festtagen können besondere Festtagslesungen den gewöhnlichen Wochenabschnitt ersetzen. Durch diese Abstimmung lässt sich die gesamte Torah innerhalb eines jährlichen Lesezyklus lesen. (Zur Verbindung von Wochenabschnitten)

Für unsere Gemeinschaft stimmen wir den Leseplan auf die Festtermine ab, denen wir folgen. So bewahren wir die fortlaufende Lesung und geben zugleich den besonderen Festtagslesungen ihren Platz. Welche Abschnitte gemeinsam gelesen werden, könnt ihr unserem jeweiligen Leseplan entnehmen.

Wie sieht eine Parasha-Lesung bei uns aus?

Wir beginnen mit einem gemeinsamen Gebet und bitten den HERRN um Weisung, Verständnis und ein offenes Herz für sein Wort. Anschließend stellt die Person, die durch die Lesung führt, den heutigen Leseplan vor.

Zur Einordnung erinnert sie kurz daran, was in der vorherigen Parasha geschehen ist und welche wesentlichen Gedanken uns dort begegnet sind. Danach gibt sie in ein bis zwei Sätzen einen Ausblick auf die heutige Portion: Welche Ereignisse oder Themen erwarten uns, und wie knüpfen sie an die vorherige Lesung an? So können auch Menschen, die beim letzten Treffen nicht dabei waren, leichter in die Zusammenhänge hineinfinden.

Wir lesen gemeinsam ein Kapitel oder einen zusammenhängenden Abschnitt. Darauf folgen eine Erklärung und eine kurze Zusammenfassung des Gelesenen. Danach ist Zeit für Fragen und Ergänzungen. Bei manchen Kapiteln helfen Bilder, die Ereignisse und Zusammenhänge anschaulich zu machen. So gehen wir Schritt für Schritt durch die heutige Portion und ihre ergänzenden Lesestellen.

Zum Abschluss fassen wir die wesentlichen Gedanken der gesamten Lesung noch einmal zusammen. Auch dann gibt es Gelegenheit, offene Fragen anzusprechen und Erkenntnisse miteinander zu teilen.

Wer möchte, kann anschließend an einem kurzen, freiwilligen Quiz zur gelesenen Parasha teilnehmen. Es hilft uns, das Gelesene und Gehörte zu wiederholen und besser im Gedächtnis zu behalten. Unser Wunsch ist, dass wir gemeinsam Gottes Wort verstehen, einander beim Lernen unterstützen und das Erkannte in unserem Leben umsetzen.

UNSERE GEMEINSAME LESUNG

Jeden Samstagmittag.
Online und vor Ort.

Wir lesen gemeinsam, tauschen uns aus und nehmen uns Zeit für Fragen. Ob du persönlich dabei bist oder dich online zuschaltest: Du bist in unserer Gemeinschaft herzlich willkommen.

Zum Abschluss gibt es ein spielerisches, freiwilliges Quiz zur gelesenen Parasha. Gemeinsam wiederholen wir das Gelesene und Gehörte und vertiefen die wichtigsten Gedanken der Lesung.

Alle Ausarbeitungen, Bilder, PowerPoint-Präsentationen, Mindmaps und das Quiz zur jeweiligen Lesung werden online zur Verfügung gestellt. So kannst du die Inhalte später noch einmal in Ruhe durchgehen und vertiefen.

Wir zeichnen unsere Lesungen auf. Die Aufzeichnungen werden nach der Lesung zur Verfügung gestellt.

Kontakt und Teilnahme ↗

FÜNF BÜCHER · 54 ABSCHNITTE

Jahreszyklus der Parashiot

Wähle ein Buch oder suche nach einem Namen oder einer Bibelstelle. Zu jedem Abschnitt findest du die zugehörigen Lesungen.

54 Abschnitte in 5 Büchern

1.MOSE · GENESIS

B'reisheet

בְּרֵאשִׁית

2.MOSE · EXODUS

Schemot

שְׁמוֹת

3.MOSE · LEVITIKUS

Wajikra

וַיִּקְרָא

4.MOSE · NUMERI

Bemidbar

בַּמִּדְבָּר

5.MOSE · DEUTERONOMIUM

Devarim

דְּבָרִים

Zum traditionellen Jahreszyklus: Doppelabschnitte und Abschluss der Torah-Lesung.

UNSERE AUFZEICHNUNGEN

Gelesenes noch einmal vertiefen

Die Links zu unseren aufgezeichneten Lesungen werden hier ergänzt. Bis dahin findest du oben alle Bibelstellen, um selbst vor- oder nachzulesen.

UNSERE FESTTAGSLESUNGEN

Gottes Festzeiten gemeinsam entdecken

Hier findet ihr unsere Lesepläne zu den Festzeiten. Wir verbinden die Torah mit den Propheten, den Psalmen und der Brit Chadascha, dem Neuen Testament. Wählt ein Fest und öffnet die zugehörigen Bibelstellen.

Pessach und das Fest der ungesäuerten Brote

Passah

Das Passahmahl und Gottes Rettung

1.Tag des Festes der ungesäuerten Brote

Auszug, Erinnerung und ein neuer Anfang

Am 15.Tag des ersten Monats: heilige Versammlung und Ruhe von gewöhnlicher Arbeit. Die Lesung 2.Mose 12:21-51 im Passahabschnitt ergänzt auch diesen Festtag.

7.Tag des Festes der ungesäuerten Brote

Rettung am Meer und Dank für Gottes Befreiung

Propheten / Haftara

2.Samuel 22:1-51

Sifrei Emet / Psalmen

Psalm 136:1-26

Brit Chadascha / Neues Testament

1.Korinther 10:1-13
Offenbarung 15:1-4

Am 21.Tag des ersten Monats: heilige Versammlung und Ruhe von gewöhnlicher Arbeit.

Die Darbringung der Erstlingsgarbe

Dank für Gottes Versorgung und Hoffnung auf Auferstehung

Ein freiwilliger gemeinsamer Leseplan: Für diesen Darbringungstag ordnet die Torah keine eigene heilige Versammlung und keinen zusätzlichen jährlichen Ruhetag an.

Schawuot - das Wochenfest (Pfingsten)

Dank für die Ernte, Gottes Wort und die Gabe seines Geistes

Yom Teruah - der Tag des Hörnerschalls

Hören, erwachen und umkehren

Yom Kippur - der Versöhnungstag

Umkehr, Vergebung und Versöhnung

Sukkot - das Laubhüttenfest

Freude, Versorgung und Vertrauen

Schemini Azeret - der achte Versammlungstag

Noch einmal gemeinsam vor Gott

Diese Lesepläne sind die Auswahl unserer Gemeinschaft. Die biblischen Versammlungsgebote und die Auswahl der Lesetexte sind voneinander zu unterscheiden.