Menü

die Schrift im Zusammenhang entdecken

Stefan aus unserer Gemeinschaft
← Zurück zu unseren Geschwistern

EIN PERSÖNLICHER GLAUBENSWEG

Stefan - mein Weg zum Glauben

Ich komme aus einer katholisch und orthodox geprägten Familie und wusste schon immer, dass JHWH der allmächtige Gott ist und dass er seinen Sohn Yeshua gesandt hat. Yeshua ist für unsere Sünden gestorben und hat uns damit den Weg zur Liebe und Vergebung durch unseren Vater ermöglicht.

Als ich ungefähr acht Jahre alt war, kam meine Mutter mit den Zeugen Jehovas in Berührung. Dadurch setzte ich mich auch intensiver mit der Bibel und dem Wort Gottes auseinander.

Mit etwa vierzehn Jahren entfernte ich mich vom Glauben, weil falsche Freunde, Alkohol und Drogen mein Leben bestimmten. Gewalt spielte ebenfalls eine große Rolle, und ich geriet mehrmals mit dem Gesetz in Konflikt.

Im Jahr 2016 zeigte mir mein bester Freund Videos von EndzeitreporterMCM, in denen es um biblische Themen ging. So begann ich, mich wieder mehr mit der Bibel zu beschäftigen. Doch ich fühlte mich oft nicht würdig, von Gott geliebt zu werden.

An einem Tag sagte der Bruder Andreas Hoffmann aus Siegburg zu mir: „Welche Sünde kann größer sein als das, was Yeshua für uns getragen hat?“

Das ging mir sehr nahe und veränderte vieles in meinem Denken. Ich begann zu verstehen, dass Gottes Liebe nicht bedeutet, dass wir niemals Fehler machen dürfen. Vielmehr bietet er uns durch das Opfer seines Sohnes die Möglichkeit zur Vergebung und zur Versöhnung mit unserem Vater.

In diesem Moment legte sich in meinem Kopf ein Schalter um. Zum ersten Mal seit langer Zeit begann ich wieder zu spüren, dass ich von JHWH und seinem Sohn Yeshua geliebt werde. Von da an war ich wieder Feuer und Flamme für meinen Glauben. Ich wollte mehr über JHWH erfahren, sein Wort verstehen und ihm näherkommen.

Auf meinem weiteren Weg begegnete ich jedoch unterschiedlichen messianischen Gemeinschaften, bei denen ich immer wieder Zweifel bekam, weil für mich das Verhalten nicht zum Glauben passte. Deshalb entfernte ich mich wieder von diesen Gemeinschaften.

Ein besonderer Moment ereignete sich, als ich im Auto saß und mein bester Freund das Lied „God Is“ abspielte. In diesem Augenblick überkam mich ein überwältigendes Gefühl der Liebe Gottes. Ich war tief bewegt, weinte wie ein kleines Kind und weiß bis heute nicht genau, wie ich nach Hause kam und mein Auto geparkt habe. Aber irgendwie habe ich es sicher geschafft.

Ich hatte das Gefühl, Gottes Nähe auf eine Weise zu erfahren, die ich zuvor nicht erklären konnte. Mir wurde warm, mein Herz war voller Demut und ich war tief bewegt. Gleichzeitig dachte ich über die Leichtfertigkeit nach, mit der wir Menschen manchmal mit dem Opfer Yeshuas umgehen und womit wir das eigentlich verdient hätten.

Diese Gedanken haben mich sehr berührt und waren eine persönliche Bestätigung meines Glaubens. Ich war überzeugt, dass JHWH der wahrhaftige Gott ist und Yeshua sein wahrhaftiger Sohn, den er zu uns gesandt hat.

Später kam ich erneut mit einer Gemeinschaft in Kontakt, doch auch dort passten Lehre und Verhalten für mich nicht zusammen, weshalb ich mich wieder entfernte. Trotzdem gab ich die Suche nach einer aufrichtigen Gemeinschaft nicht auf.

Heute bin ich dankbar, dass ich mit Glaubensgeschwistern eine eigene Gemeinschaft habe, in der wir unseren Glauben miteinander leben können. Ich bin stolz auf das, was wir gemeinsam aufgebaut haben, und vor allem dankbar gegenüber Gott für die Möglichkeit, diesen Weg mit Menschen zu gehen, die ihren Glauben ernst nehmen.

Wenn ich auf mein bisheriges Leben zurückschaue, sehe ich viele Höhen und Tiefen. Fehler, falsche Entscheidungen und Erfahrungen, die mich geprägt haben. Ich habe mich vom Glauben entfernt, bin gefallen, habe gezweifelt und musste meinen Weg immer wieder neu finden.

Doch ich durfte auch erfahren, dass meine Vergangenheit nicht das Ende meiner Geschichte sein muss.

Ich habe gelernt, dass es nicht darum geht, sich selbst für vollkommen zu halten, sondern darum, ehrlich mit sich selbst zu sein, Fehler anzuerkennen und sich immer wieder um den richtigen Weg zu bemühen. Mein Glaube gibt mir die Hoffnung, dass Veränderung möglich ist und dass Gottes Barmherzigkeit größer ist, als wir es manchmal glauben.

Heute bin ich von Herzen dankbar, dass ich eine Gemeinschaft gefunden habe, in der ich den Glauben praktisch leben und mit anderen teilen kann. Es ist ein Weg voller Lernen, Vertrauen und dem Versuch, jeden Tag ein bisschen näher an Gott zu leben.

Weitere Geschwister kennenlernen